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Was ist zu tun, um eine AHV-Altersrente zu bekommen?

Um eine AHV-Altersrente zu erhalten braucht es eine Anmeldung bei der zuständigen Ausgleichskasse.

Wie hoch wird meine Rente sein?

Das lässt sich im Voraus nicht genau sagen. Denn die für die Ausgleichskasse verbindliche Berechnung und Festsetzung der Rente kann erst bei Eintritt des Rentenfalls vorgenommen werden. Das Ergebnis wird Ihnen dann mittels einer Verfügung mitgeteilt.

Wie wird die Altersrente für eine geschiedene Frau berechnet?

Massgebend für die Rentenberechnung einer geschiedenen Frau sind

  • ihre eigenen Einkommen
  • die während der Ehe gesplitteten Einkommen und
  • allfällige Erziehungs- bzw. Betreuungsgutschriften.

Unter Umständen besteht Anspruch auf eine Witwenrente nach dem Tode des geschiedenen Mannes.
» Hinterlassenenrenten der AHV

In welchen Fällen ist die Ausgleichskasse in der Lage, eine Rentenvorausberechnung vorzunehmen?

Sie können Ihre Alters-, Hinterlassenen oder Invalidenrente im voraus berechnen lassen. Ihre zukünftige Rente hängt unter anderem von der Entwicklung des Einkommens ab. Je näher das Rentenalter, desto zutreffender fällt die Berechnung aus. Sie wird in der Regel unentgeltlich von derjenigen Ausgleichskasse oder Sozialversicherungsanstalt erstellt, welche beim Einreichen des Antrages für den Bezug der AHV-Beiträge zuständig ist.

Sie erleichtern der zuständigen Ausgleichskasse die Arbeit, wenn Sie die Vorausberechnung mit dem dafür vorgesehenen Antrag für eine Rentenvorausberechnung verlangen.
» Antrag für eine Rentenvorausberechnung

Wann ist der Rentenaufschub bzw. -vorbezug zu empfehlen?

Eine generelle Empfehlung kann nicht abgegeben werden. Jeder Rentenfall ist einzeln zu betrachten.
» Flexibles Rentenalter

Wieviele Monate vor Rentenbeginn muss die Anmeldung eingereicht werden?

In der Regel genügt es, wenn die Anmeldung zum Bezug einer Altersrente 3 bis 4 Monate vor Eintritt des Rentenalters eingereicht wird. Das heisst

  • für Frauen 3 bis 4 Monate vor Vollendung des 64. Altersjahres
  • für Männer 3 bis 4 Monate vor Vollendung des 65. Altersjahres.

Wichtig

Anmeldungen zum Bezug von Hinterlassenenrenten sollten immer möglichst rasch erfolgen.

Wird eine Altersrente im 1. Versicherungsfall auch ausbezahlt, wenn nie AHV-Beiträge bezahlt worden sind?

Ja, wenn ein Ehepartner durch den andern versichert war oder wenn Anspruch auf Erziehungs- bzw. Betreuungsgutschriften besteht. Bei Beitragslücken besteht Anspruch auf eine minimale Teilrente, andernfalls auf eine minimale Vollrente.

Was ist bei einem längeren Auslandaufenthalt vorzukehren, damit im Rentenfall keine fehlenden Beitragsjahre entstehen?

Für Auslandschweizer und EU-/EFTA-Bürger mit Wohnsitz in einem Nicht-EU-Land besteht die Möglichkeit, freiwillige Beiträge an die AHV zu entrichten. Wer Wohnsitz in einem EU-Staat nimmt, untersteht der dortigen Sozialversicherung.
» Freiwillige Beiträge

Wichtig

Längere Aufenthalte im Ausland führen sehr oft zu Beitragslücken. Deshalb sollten sich alle vor der Abreise darüber informieren, wie sie zu vermeiden sind.
» Freiwillige Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung

Wann erhalte ich Erziehungsgutschriften?

Bei neu entstehenden Renten werden halbe Erziehungsgutschriften im 1. Versicherungsfall berücksichtigt.

Wo muss die Anmeldung zur Altersrente eingereicht werden, wenn der Ehegatte bereits seine AHV-/IV-Rente bezieht?

Bei der Ausgleichskasse, die bereits eine Rente für den Erstrentenberechtigten auszahlt.

Wann muss das Einkommens-Splitting bei einer Scheidung verlangt werden?

  • Wir empfehlen, die Einkommensteilung immer sofort nach der Scheidung bei jener Ausgleichskasse einzuleiten, bei der zuletzt AHV-Beiträge bezahlt wurden.
  • Das Splittingverfahren muss sofort verlangt werden, wenn die versicherte Person kurz vor dem Versicherungsfall steht.

Weshalb wird die Einkommensteilung auch bei Ehen, die vor dem 1. Januar 1997 rechtskräftig geschieden wurden, durchgeführt?

Weil das Gesetz – aus Solidaritätsgründen – rückwirkend gilt.

Weshalb kann die Einkommensteilung durch einen Ehevertrag nicht verhindert werden?

Weil die Einkommensteilung von Gesetzes wegen unabhängig vom Güterstand (Gütertrennung/Ehevertrag) der geschiedenen Ehegatten durchgeführt wird.

Muss die Einkommensteilung beantragt werden?

Nein. Die Einkommensteilung muss nicht, aber sie kann von einem der geschiedenen Ehegatten beantragt werden. Ansonsten leiten die Ausgleichskassen das Splitting spätestens ein, wenn einer der geschiedenen Ehegatten sich für eine Rente (Invaliden- oder Altersrente) anmeldet.

Weshalb werden bei der Einkommensteilung beide geschiedenen Ehegatten angeschrieben, obwohl auf dem Anmeldeformular erwähnt wird, dass die Unterschrift eines geschiedenen Ehegatten ausreicht?

Wenn die Einkommensteilung beantragt wurde, sind die Ausgleichskassen verpflichtet, beide geschiedenen Ehegatten darüber zu informieren.

Weshalb erhalten die Versicherten nach Abschluss der Einkommensteilung einen neuen AHV-Ausweis?

Die zu teilenden Einkommen sind meistens bei verschiedenen Ausgleichskassen verbucht. Jede Kasse eröffnet für den geschiedenen Ehegatten ein Konto, wenn noch keines besteht. Das hat zur Folge, dass die geschiedenen Ehegatten nach dem Splitting meistens mehr Konten haben als vorher. Deshalb wird den Versicherten ein neuer Versicherungsausweis zugestellt.

Wann erhält eine betreuende Person Betreuungsgutschriften?

Betreuungsgutschriften werden Personen angerechnet, die sich um pflegebedürftige Verwandte im gleichen Haushalt kümmern.
» Betreuungsgutschriften

Was ist der Unterschied zwischen Erziehungsgutschriften und Betreuungsgutschriften?

Erziehungsgutschriften werden Versicherten für die Jahre angerechnet, in denen sie die elterliche Sorge über eines oder mehrere Kinder unter 16 Jahren ausübten.

Betreuungsgutschriften erhalten Versicherte, die Verwandte mit einem Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung der AHV oder IV betreuen. Die Hilflosigkeit muss jedoch mindestens mittleren Grades sein. Ehegatten, Schwiegereltern und Stiefkinder sind Verwandten gleichgestellt.

Wann erfolgt die Überweisung von Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften an die betreuenden Personen?

Nie, da es sich um eine Gutschrift handelt. Diese Gutschrift ist keine direkte Geldleistung, sondern entspricht einem rein zahlenmässigen Zuschlag zum Erwerbseinkommen, aus dem die spätere Rente berechnet wird.

Weshalb muss man sich für jedes betreuende Jahr neu anmelden?

Weil die Ausgleichskassen abklären müssen, ob die Antrag stellenden Personen einen gemeinsamen Wohnsitz haben, noch verheiratet sind und ob der Anspruch auf Hilflosenentschädigung noch besteht.